Über mich

Ich male Berge. Zumindest meistens.

Mich interessiert dabei weniger, einen bestimmten Berg möglichst genau abzubilden. Viel spannender finde ich den Moment, in dem man etwas erkennt, ohne es ganz greifen zu können.

Ein paar Strukturen, ein Horizont, eine Farbfläche – und plötzlich ist da eine Landschaft. Vielleicht ein Berg. Vielleicht das Meer. Vielleicht ein Ort, an dem man noch nie war und der sich trotzdem irgendwie vertraut anfühlt.

Genau dieses Erahnen fasziniert mich.

Meine Bilder entstehen am liebsten dann, wenn ich nicht zu viel darüber nachdenke. Musik an, Farbe auf die Leinwand und los. Ich lasse mich von dem leiten, was gerade entsteht, und irgendwann taucht etwas auf, das vorher gar nicht geplant war.

Sonja Hurlebusch mit Katze

Das klingt einfacher, als es für mich ist.

Denn eigentlich bin ich Perfektionistin. Mein Kopf möchte Dinge fertig machen, verbessern, richtig machen. Meine liebsten Bilder entstehen dagegen genau dann, wenn ich diesen Anspruch für einen Moment vergesse und einfach vertraue.

Vielleicht sieht man ihnen diesen kleinen Widerspruch an.

Ich möchte keine Bilder malen, die nur schön aussehen. Ich möchte Bilder malen, die etwas in einem auslösen, bevor man überhaupt weiß, was es ist.

Ein Bild, bei dem man nicht unbedingt sagen kann, warum man immer wieder hinsieht.

Aber man tut es.